... zum Schluss ein Gedicht

Zum Ende des Schuljahres, das von vielen (Schülern und Lehrer) herbeigesehnt wird, ein heiteres Gedicht:

 

Ein schlechter Schüler

 

Als ich noch zur Schule gehte,

zählte ich bald zu den Schlauen,

doch ein Zeitwort recht zu biegen,

bringte immer Furcht und Grauen.

 

Wenn der Lehrer mich ansehte,

sprechte ich gleich falsche Sachen,

für die andern Kinder alle

gebte das meist was zum Lachen.

 

Ob die Sonne fröhlich scheinte

oder ob der Regen rinnte:

wenn der Unterricht beginnte,

sitzt’ ich immer in der Tinte.

 

Ob ich schreibte oder leste,

Unsinn machtete ich immer,

und statt eifrig mich zu bessern,

werdete es nur noch schlimmer.

 

Als nun ganz und gar nichts helfte,

prophezieh mir unser Lehrer:

wenn die Schule ich verlasste,

wörde ich ein Straßenkehrer.

 

Da ich das nicht werden willte,

kommte ich bald auf den Trichter,

stak die Nase in die Bücher,

und so werdete ich Dichter.

(Bruno Horst Bull) 

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Kommentare: 1
  • #1

    Walkuere_Unruh (Sonntag, 06 Dezember 2015 08:01)

    Ich hab das Gerdicht in meinem alten Deutschbuch gefunden, und fand es gleich richtig lustig!!! ;)